Unter Logistik versteht man im weitesten Sinne die physische Versorgung eines Unternehmen mit Ressourcen, d.h. mit Gütern, Dienstleistungen und Informationen. Zur Logistik gehören alle Tätigkeiten durch die eine Gütertransformation in raum-zeitlicher Hinsicht und damit zusammenhängend in Hinsicht auf die Gütermengen und –sorten, die Eigenschaften der Güterhandhabung sowie der logistische Güterverkehr geplant, gesteuert, realisiert oder kontrolliert werden. Durch das Zusammenwirken dieser Tätigkeit soll ein Güterfluss in Gang gesetzt werden, der einen Lieferpunkt mit einem Empfangspunkt möglichst effizient verbindet.
Aufgabe der Logistik ist es, einen Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt aus mit dem richtigen Produkt (in Menge und Sorte) im richtigen Zustand zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu den dafür minimalen Kosten zu versorgen. Um dieses Ziel zu erfüllen, erbringt die klassische Logistik insbesondere Lager-, Transport- und Umschlagsleistungen.
Diese Grundlagen der Logistik kann man nun auch auf den Bereich der Baustelle übertragen. Unter Baulogistik versteht man im Allgemeinen die Planung, Koordinierung und Durchführung von baustellenbezogener Logistik für Unternehmen auf Baustellen.
Im engeren Sinne versteht man unter diesen Leistungen die Ver- und Entsorgung der Baustellen. Darunter fällt die Entgegennahme von bauleistungsrelevanten Waren und den Abtransport der Massengüter wie Aushubmaterial. Außerdem ist die richtige Zusammenstellung des Maschinenparks und der notwendigen Geräte, wie zum Bespiel das Aufstellen von Baucontainern ein Thema. Auch die notwendigen Fahrwegbaumaßnahmen, Gleis- und Ingenieurbaumaßnahmen sowie die Fahrleitungsarbeiten werden von Baulogistikfirmen koordiniert.
Die Bau- und Transportlogistik für Grossbaustellen umfasst also im weiteren Sinne auch die organisatorische Planungen von Standorten und Wegen, Abstimmungsfragen mit Behörden und Anwohnern sowie sonstige Genehmigungen. In einigen Fällen wird auch die Sicherung der Baustelle eingeschlossen.